Die Nürnberger Südstadt Teil II

Wie versprochen, geht es diese Woche weiter mit Highlights aus der Nürnberger Südstadt. Architektonisch gesehen ist eines davon auf jeden Fall der ehemalige Posthof. Hier, an der Allersberger Straße, bestand einstmals ein für damalige Verhältnisse riesiges Logistikzentrum der Deutschen Post. Auch heute gibt es hier (noch) eine Filiale. Die anderen Gebäude der ehemaligen Poststadt sind mittlerweile größtenteils anderen Nutzungszwecken zugeführt worden.

Die Poststadt wurde in den 30er Jahren erbaut – komplett mit Wohnhäusern für die Postangestellten. Fährt man die Allersberger Richtung Frankenstraße entlang, erblickt man auch heute noch die markaten Klinkerbauten in Zeilenbauweise auf der rechten Straßenseite. Diese Postsiedlung ist ein sehr gutes Beispiel für arbeitsplatznahes Wohnen. Zudem lässt sich an den Häusern wie an dem ganzen Postareal der sachliche Bauhausstil par excellence wiedererkennen.

 

Posthof Nürnberg

Die Häuserzeilen der Post-Wohnsiedlung an der Allersberger Straße, fotografiert vom Supermarktparkplatz.

 

Insgesamt 143 Wohnungen wurden von den Architekten Wilhelm Erhard und Johann Kohl errichtet. Damit prägten sie den Stil der „Postbauschule“. Die Häuser werden heute natürlich auch noch bewohnt, wenn auch nicht mehr zwingend von „Postlern“.

In der früheren Pakethalle befindet sich heute ein „Lidl“ – Nahversorgung für die neue Wohnsiedlung, die hier entstanden ist, nachdem das Postzentrum nicht mehr benötigt wurde: in der Fahrzeughalle sind mittlerweile schicke Eigentumswohnungen und Häuser beheimatet. Nun ist Nürnberg nicht besonders bekannt für wegweisende neuzeitliche Architektur 😉 Hier jedoch ist eine sehr sehenswerte Symbiose aus Alt und Neu entstanden, bei der die baulichen Voraussetzungen der Halle geschickt integriert wurden (wenn auch nicht ganz billig … ).

 

Fassadenadler

Von diesem ehemaligen Funkturm aus wurden früher Radiosendungen ausgestrahlt. Wer genau hinschaut, erkennt an der Fassade einen Adler.

 

Die frühere Lohnausgabestelle an der Rückseite des Geländes – ganz in der Nähe vom schönen Hummelsteiner Biergarten – ist heute eine der ersten Adressen für Start-up-Unternehmen.

Wenn Ihr das nächste Mal im Supermarkt einkaufen geht, lasst den Einkaufswagen erstmal stehen und gönnt Euch ruhig einmal einen ausführlicheren Blick auf das denkmalgeschützte Ensemble!

 

Überlandpost

Noch erhalten aus den 50er Jahren: Hier war der Parkplatz für das Überlandpost-Auto. Gut erkennbar sind hier die unterschiedlichen Farben der verwendeten Backsteine.

 

Mehr Fotos gibt es bei Gelegenheit – wenn das Wetter wieder mitmacht.

 

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