Die Nürnberger Südstadt Teil I

Gesagt, getan: Ich hatte mir ja vorgenommen, mal meine nächste Umgebung ebenso genau unter die Lupe zu nehmen wie fremde Orte, die ich von Zeit zu Zeit erkunde. Heute schloss ich mich einer Führung durch meinen Stadtteil Hummelstein und das angrenzende Lichtenhof an.

Hummelstein liegt in der Nürnberger Südstadt, die erst im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert entstanden ist und bis heute baulich von dieser geprägt ist. Doch Südstadt ist nicht gleich Südstadt. Zum Beispiel sind hier noch zwei alte Herrensitze erhalten, die früher weit vor den Toren Nürnbergs im Wald lagen.

Hummelsteiner Schloss

Hummelsteiner Schloss, Vorderansicht.

Ganz exklusiv heute in diesem Blogbeitrag also ein paar Schlossansichten. Der Garten des Hummelsteiner Schlosses ist größtenteils für die Öffentlichkeit zugänglich und eine grüne Oase der Ruhe mitten in der dicht bebauten Gegend. Man kann hier allerlei über Botanik lernen oder sich auf eine der Bänke setzen und lesen oder einfach nur die Sonne genießen.

Wer im Park gern Ball spielt oder sonst wie aktiv wird, sollte daher auch auf andere Grünflächen ausweichen 😉

In den Gartenbereich hinter den Mauern gelangt man nur im Rahmen von Führungen. Hinter den dicken Sandsteinquadern verbirgt sich ein kleiner Hesperidengarten, also eine zumeist barocke Gartenanlagen für Südfrüchte – „goldene“ Äpfel. Die Bezeichnung „Hesperiden“ stammt aus der griechischen Mythologie.

Im Hummelsteiner Garten findet man vier figürliche Darstellungen der Jahreszeiten, hier drei von ihnen:

Gustav Adolf Kirche Nürnberg

Gustav-Adolf-Kirche.

 

 

Der zweite erhaltene Herrensitz im Nürnberger Süden liegt versteckt hinter der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche an der Allersberger Straße. Der Namensgeber der Kirche ist als Reiterstandbild an der Südseite angebracht.

Die Kirche ist im vorherrschenden Baustil der Moderne in der Südstadt gehalten: in Backstein. Sie wurde, wie man sich daher unschwer denken kann, nicht nach dem 30-jährigen Krieg erbaut, sondern tatsächlich erst 1928 von German Bestelmeyer in neo-romanischer Formensprache.

Schloss Lichtenhof Nürnberg

Schloss Lichtenhof.

Nimmt man links vom Südstadtbad einen kleinen Schleichweg, steht man unversehens vor dem Schloss Lichtenhof, das sich anders als das Hummelsteiner Schloss in Privatbesitz der Familie Petz befindet. Hier ist also der Zutritt nicht gestattet. Man kann jedoch durch die Äste hindurch einen Blick auf die Sandsteinfassade mit den markanten Fensterläden und den Fachwerk-Vorbau erhaschen.

So viel zum Nürnberger Süden für heute. In naher Zukunft plane ich einen Beitrag zur Südstadt als Arbeiterstadtteil. Schaut also bald mal wieder vorbei auf „Ute och hemma“ 🙂

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